Rohstoffmanagement
Ganzheitliches Rohstoffmanagement ist der Schlüssel zu besserem und nachhaltigen Unternehmenserfolg. Das Rohstoffmanagementsystem betrachtet die ganze Wertschöpfungskette des Unternehmens und legt so die richtigen Prioritäten zur rechten Zeit fest. Einsparungen aus Rohstoffmanagement gehen fast 1:1 in die G+V Rechnung des Unternehmens ein. Beispiel:
- Bei 300 Millionen Euro Umsatz, 100 Millionen Euro Einkaufsvolumen und anfangs 30 Millionen Euro EBIT steigern 2% Einsparungen durch Rohstoffmanagement den Ertrag auf ca. 32 Millionen Euro oder um 6,7%
Rohstoffmanagement ist ein ganzheitlicher und firmenspezifischer Ansatz über kurzfristige Kostensenkungen hinaus:
- Management des gesamten Rohstoffportfolios
- Ausrichtung auf nachhaltige Wertschöpfung
- Fokus auf den Gesamtprozess
- Eliminierung gegenläufiger funktionaler Ziele
- Rohstoffkennzeichnungen und –kennzahlen zur effizienten Steuerung des Portfolios
- Smarte IT Lösungen
- Dedizierte Rohstoff-Management-Organisation
Daten für Rohstoffmanagement
Je tiefer in die Wertschöpfungskette (welche Verkaufsprodukte aus einem Rohstoff gemacht werden) man schaut, um so mehr Systeme / Module müssen verknüpft werden:
- Produktionsplanung (wg produzierten Mengen)
- Ergebnisrechnung auf Produktebene (wg Verkaufserlösen)
- Rezepturverwaltung (wg Zuordnung Rohstoff – Produkt über BOM)
- Lieferantenstammdaten (wg Preise) …
Systeme müssen in der Lage sein, gleichartige Materialien zu identifizieren und zu managen.
Eindeutige Materialcodes (Rohstoffnummern für Lose Menge bis zur kleinsten Verpackungseinheit) und Lebenszyklusstatus (aktiv/inaktiv) sind essentiell (müssen vom Prozess her vorgegeben sein).
Die hierfür notwendige Daten stehen in der Regel nicht ohne weiteres zur Verfügung:
- Daten für Risikomanagement sind kaum vorhanden (Mischung aus Hard- und Soft Facts)
- SAP Felder für bestimmte Lieferanten- und Rohstoffparameter gibt es oft nicht (z.B. Monopol / Single Source Lieferant; Monopolrohstoff, Freigabestatus eines Rohstoffes nach BU / Region und nicht nur nach Standort, Lebenszyklus nach BU und Region …)
- Business Impact eines Rohstoffes ist oft nur schwierig aus verschiedenen Systemen (oder SAP Modulen) ableitbar, z.B. über eingekaufte Menge – verwendete Menge – Menge in Produkten über BOM / Rezeptur – Verkaufsmenge des Produktes – Ertrag des Produktes
- Daten sind in mehreren „Qualitätsclustern“ verfügbar
Von 1: vollständig, akkurat, gepflegt, abrufbar,nachvollziehbar
Bis 5: nicht definiert aber notwendig
Die Herausforderung besteht darin, die Fehlenden Daten einzusammeln und als Bericht aufzubereiten:

